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So gehen Sie mit Fotos bei Veranstaltungen um

Bitte lächeln – aber am besten nur mit schriftlichem Einverständnis?

Die DSGVO bringt Fragen mit sich, die man sich Großteils zuvor nicht gestellt hatte. Eine davon ist, wie man nun mit dem Fotografieren bei Veranstaltungen umgehen soll, beziehungsweise im Weiteren mit den entstandenen Fotos. Wen darf ich bei meinen Veranstaltungen eigentlich fotografieren? Wird ein Einverständnis benötigt bevor ein Foto aufgenommen wird? Was passiert im Falle einer Veröffentlichung auf der Website oder auf Social Media Kanälen?

Datenschutz, “Recht am eigenen Bild” und Urheberrecht Was ist der Unterschied?

Auch wenn es hier für viele schon um den Datenschutz geht, in erster Linie gilt hier einmal das „Recht am eigenen Bild“ – ein Menschenrecht, das weitaus älter ist als der Datenschutz. Aber plötzlich sind alle darauf sensibilisiert. Und zusätzlich gilt es hier noch das Urheberrecht zu beachten – das hat von Haus aus nämlich der Fotograf und sonst niemand.

Und was sagt das Datenschutzrecht dazu?

Grundsätzlich legt die DSGVO fest, wie der Umgang mit und die Verarbeitung von personenbezogenen Daten abzulaufen hat. Wer also ein Foto einer Person macht, auf dem diese identifizierbar ist, muss sich natürlich auch an alle Bestimmungen zum Datenschutzrecht halten.

Die Rechtsgrundlage, die das Fotografieren sowie die Verarbeitung der Bilder bei Veranstaltungen zulässt, wird in erster Linie als „berechtigtes Interesse“ bezeichnet. Doch was bedeutet das jetzt konkret? In Firmen könnte man beispielsweise die Öffentlichkeitsarbeit und Darstellung der Tätigkeit in der Öffentlichkeit als berechtigtes Interesse anerkennen.

Was genau heißt berechtigtes Interesse?

Bei der Beurteilung, ob ein „berechtigtes Interesse“ vorliegt, darf ein wichtiger Punkt nicht außer Acht gelassen werden: Die Erwartungen der betroffenen Personen.

Um eine Bildverarbeitung datenschutzrechtlich unbedenklich, fair sowie auch transparent durchzuführen, müssen Veranstaltungsgäste bereits im Vorfeld über das Fotografieren in Kenntnis gesetzt werden.

Bei Einladungen oder Veröffentlichungen zu Veranstaltungen, wie auch bei der Veranstaltung selbst, sollte auf das Anfertigen von Fotos und deren Verwendung in Printmedien des Veranstalters (Folder, Broschüren) sowie gegebenenfalls im Internet (Website, Social Media) aufmerksam gemacht werden.

Das Wichtigste ist allerdings: Veröffentlichen Sie NIEMALS Fotos, wo sich Menschen in unangenehmen, peinlichen Situationen befinden. Es kann immer wieder einmal vorkommen, dass Gäste einen über den Durst trinken. Auch wenn die Situation im ersten Moment ganz lustig sein kann, so kann man bei der Veröffentlichung solcher Fotos in ganz schöne Schwierigkeiten kommen – Denn der Datenschutz schützt uns ebenso vor Missbrauch! Und dazu gehört auch entsprechender Respekt bei der Veröffentlichung von Fotos.

ÜBRIGENS: Wenn jemand von Ihnen verlangt, dass ein veröffentlichtes Foto (auf Website, Facebook, etc.) gelöscht wird, MÜSSEN SIE DIESER AUFFORDERUNG nachkommen.

Sonst kann’s teuer werden!

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